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Another World!


Die Dämmerung bricht herein, als Athur, einer der vielen Wachposten einer kleinen Stadt im Süden einer fast vollkommen zerstörten Welt,
einen dunklen Umriss am östlichen Horizont entdeckt.
Rasch zieht er sein Fernglas, seine Hände zittern vor Nervosität und er macht sich bereit den Alarm aus zulösen.

Seine Gedanken rasen:
„Ist es ein neuer Angriff der Mutanten?
Nein, das ist unmöglich. Die Trauen sich nur bei Nacht aus ihren Verstecken.
Aber wer oder was ist das?“


Er betrachtet den Schatten, kann aber nichts erkennen. Die Sonne, die am Horizont untergeht, blendet ihn.

„Wie weit ist es noch entfernt? Wann wird es uns erreicht haben? Ist es eine Bedrohung für uns?
Verdammt was kommt da auf uns zu?“


Wenige Minuten später ist die Sonne untergegangen und Athur hat den Umriss während eines Blinzelns aus den Augen verloren.
Zu seiner Ablösung Walter, ein älterer Mann der etwa 2 Köpfe größer als Athur war, sagt er nichts über den Umriss.
Er will keine unnötige Unruhe stiften und so verlässt er seinen Wachturm ohne seine Besorgnis mit Walter zu teilen.

Spät in der Nacht bemerkt Walter einen kleinen hellen Punkt. Zuerst denkt er, er bildet es sich ein,
doch bei näherer Betrachtung bemerkt er das es ein Lagerfeuer ist, etwa 3 km östllich vor der Stadt.
Aber was ist dort am Horizont? Etwas Großes bewegt sich. Plötzlich erkennt Walter was es war, sofort schlägt er Alarm.
Einige hundert Mann, mit Gewehren ausgerüstet, stürmen aus den Häusern in Richtung der Ostwand, um diese zu verteidigen.
Unter ihnen auch Athur, der zu seinem Wachturm spurtet, an dem Walter auf ihn wartet.


Atemlos keuchte Arthur:„Was ist los, Walter? Warum schlägst du Alarm?“
„Sieh am besten selbst!“, schlägt Walter mit leiser Stimme vor und reicht Artuhr das Fernglas.
Seine Hände zittern leicht dabei.
Aber Athur braucht es eigentlich nicht mehr. Er sieht die große Mutanten-Horde bereits mit bloßem Auge. und sie kommen schnell, sehr schnell, näher.

„Wie lange werden sie noch brauchen Walter?“, fragt Arthur den älteren Mann mit belegter Stimme.
Walter antwortet:„Ich hab keine Ahnung. Vielleicht drei oder vier Stunden, höchstens fünf!“

Ein dritter, recht kleiner und schmaler Mann erklimmt die Leiter zum Wachturm. Es ist Frank, der Bürgermeister dieser Stadt.

„Was geht hier vor?“ will er von Walter wissen. Seine Stimme deutet an dass er diesen Alarm eher als Störung denn als Hinweis auf Gefahr empfindet.
„Sehen sie selbst!“ erwidert dieser und deutet auf die Mutanten.

Athur, der das Fernglas in seiner rechten Hand hält, will es dem Bürgermeister geben.

Dieser schlägt Arthurs Hand beiseite:„Das brauche ich nicht. Ich bin nicht blind!“
„Wie sie meinen. Wir brauchen das Flutlicht, vielleicht haben wir so noch eine Chance sie in die Flucht zu schlagen.“, schlägt der Wachmann vor.
Der Bürgermeister schnaubte verächtlich:„Lieber Athur, sie wissen so gut wie ich, das die Generatoren seit drei Wochen kaputt sind und bis jetzt noch keiner der Techniker herausfinden konnte, woran das liegt.“
„Dann können wir nur noch auf ein Wunder hoffen.“, kommentiert der erbleichende Walter das eben Gehörte.
„So sieht es aus.“, sagt Frank mit finsterer Miene.

Die Mutantenarmee stürmt scheinbar unaufhaltsam weiter auf die Stadt zu.
Frauen und Kinder verstecken sich in den Kellern, die Alten beten zu Gott und die Männer überprüfen und laden ihre Waffen.

Walter sucht das kleine Lagerfeuer, dass er vor kurzer Zeit entdeckt hat, aber es scheint nicht mehr da zu sein.
Nervosität und Unruhe macht sich in der Truppe breit. Keiner weiß was kommt, und die Stunden vergehen quälend langsam.

Auf dem Wachturm fragt Walter plötzlich seinen Kameraden: "Bilde ich mir das ein, oder ist es absolut still?"
Athur erwidert beunruhigt: "Jetzt wo du es sagst fällt es mir auch auf. Eigentlich müssten wir sie doch hören, oder?"
Frank zischt sie wütend an: "Seid gefälligst leise! Ich glaube ich höre etwas."

Und tatsächlich, ein leises Gemurmel ist zu vernehmen.
Frank lauscht angestrengt in die Dunkelheit aber er kann nichts von dem Gemurmel verstehen.

Ein lautes Klirren, als wenn Metall auf Metall trifft, durchschneidet die kühle Nachtluft. Die Truppen auf der Mauer zucken erschrocken zusammen.
Und auch Frank, Athur und Walter sehen sich erschrocken an.
Ein weiteres Klirren ertönt, dieses Mal begleitet von Schreien. Schreie von einer wütenden Masse, Schreie von Sterbenden.
Die Drei auf dem Wachturm starren, wie die Truppen auf der Mauer, in die Dunkelheit.
Aber sie können nichts erkennen außer einigen Funkenschlägen in der Finsternis, dort wo die Mutantenarmee sich vermutlich befindet.
Das Klirren wird langsam leiser, allerdings kommt es in immer kürzeren Abständen.
Plötzlich erschallt eine markerschütternd brüllende Stimme, die den Befehl zum Rückzug gibt.

Athurs Stimme zittert: "Was war das?"
Frank erwidert mit nachdenklichem Tonfall: "Das war Damien, glaube ich. Er führt die Mutantenarmee soweit ich weiß. Morgen werden wir nachsehen was passiert ist!"
Walter wendet sich an den Bürgermeister: "Sollen die Wächter auf ihren Posten bleiben?"
Frank erwidert mit fester Stimme: "Die Hälfte soll sich wieder hinlegen, die andere Hälfte bleibt. In vier Stunden wird gewechselt!"
Walter: "So sei es!"

Frank verlässt den Turm, Walter und Athur teilen die Wächter in 2 Gruppen auf. Die eine zieht sich zurück und die andere bleibt auf der Mauer.
Athur gähnt: "Ich leg mich hin. In vier Stunden löse ich dich ab."
Walter erwidert : "Bis nacher."
Der Wachmann blickt besorgt in die Finsternis jenseits der Mauer und hofft inständig, dass die Techniker die Generatoren bald wieder flott machen können.

Bei den ersten Sonnenstrahlen bietet sich den Männern ein grausiger Anblick.
Hunderte zerstückelte Mutantenkörper liegen knapp drei Kilometer vor den Toren der Stadt verteilt.
Bei einigen wurden Arme oder Beine abgeschlagen, bei einigen die Köpfe. Aber die meisten wurden in zwei Hälften zerteilt.
Frank, bereits wieder bei Athur auf dem Turm, sagt nur mit verstörter Miene zu sich selbst: "Wer oder was kann so etwas anrichten?"
Athur, ebenso verstört, antwortet: "Egal was es war, ich hoffe es ist auf unserer Seite."
Frank, der sich wieder etwas gefasst, hat deutet in Richtung Schlachtfeld: "Siehst du die Rauchsäule da vorne? Ich glaub da sitzt noch jemand."
Athur, der sich das Fernglas schnappt, sieht eine schwarz gekleidete Gestalt an den Glutresten eines kleine Feuers sitzen.
Von seinen eigenen Worten erstaunt sagt Arthur: "Dort sitzt tatsächlich jemand. Ich nehme mein Pferd und reite hin."