Gratis bloggen bei
myblog.de

Der 18 April!


Wie jeden morgen sitzt er auf einer Bank, beim Bahnhof.
Und wie jeden Tag wartet er auf den Zug, der ihn zu seiner Liebsten Bringt.
Heute ist es 4 Jahre her, 4 lange Jahre seit dem sie bei einem Autounfall gestorben ist.
Aber heute ist etwas anders.
Er schließt die Augen, hört die hundert Menschen die sich in der nähe unterhalten.

Langsam drängt sich ein anderes Geräusch dazwischen. Es ist der Zug der sich nähert.
Mit einem Satz springt er auf, die Augen noch geschlossen und läuft los.
Einfach grade aus. Immer weiter.
Bis er den Boden unter den Füßen verliert und fällt.
Er hört den Zug näherkommen. Heute soll es ein Ende haben. Die ewigen Vorwürfe, Schuldgefühle und der Kummer.
Der Zug kommt mit kreischenden Bremsen zum stehen, einige Leute schreien. Ein junger Geschäftsmann nimmt sein Handy und drückt hektisch einige Tasten.

Er öffnet die Augen und richtet sich auf. Sein Blick wandert langsam umher.
Am Bahnsteig erblickt er schockierte Gesichter.
>>Leute keine angst mir geht es gut<<
Aber die Leute reagieren nicht.
Langsam steht er auf, schaut nach rechts und sieht den Zug.
>>Blut<<
Sein blick wandert langsam nach unten, sein Gesichts verzerrt sich als er seinen Körper vor dem Zug liegen sieht.
>>Bin ich.... Bin ich Tot? Nein ich kann nicht tot sein. Ich steh doch hier.<<
Langsam geht er einige Schritte zurück. Die Sonne bahnt sich einen Weg durch die Wolken.
Hinter ihm hört er eine Stimme.
>>Hey Martin.<<
>>Sandra? Bist du das?<<
Er dreht sich um und erblickt eine weiße, leuchtende Gestallt die langsam zum Boden schwebt. Ein Engel, mit langem, blondem Haar und blauen Augen.

>>Sandra, ich hab so gehofft dich wieder zu sehn.<<
Er läuft auf die Gestalt zu, aber sie weicht aus.
>>Sandra es tut mir leid was vor 4 Jahren passiert ist! Ich hätte nicht mehr fahren sollen.<<
>>Dafür ist es zuspät! Du kannst es nicht mehr rückgängig machen.<<
>>Aber jetzt sind wir ja endlich wieder zusammen.<<
>>Nein Martin. Du kannst nicht hier bleiben.<<
>>Ich möchte aber bei dir bleiben.<<
>>Nein.Vergiss mich und hör auf dir vorwürfe zu machen! Es wäre so oder so passiert! Leb dein Leben glücklich weiter! Und nicht wie bis her!<<
Die Gestallt nähert sich Martin und küsst ihn.
Er schließt dabei die Augen.

Und wieder hört er einen Zug. Als er seine Augen wieder öffnet sitzt er auf der Bank am Bahnhof. Die Sonne schein ihm ins Gesicht und Langsam kommt vor ihm der Zug zum stehen.
>>War alles nur ein Traum?<<